Mit ihren ätherischen weißen Travertin-Terrassen und Thermalquellen hat Pamukkale, die „Baumwollburg“ der Türkei, die Besucher seit Jahrtausenden in ihren Bann gezogen. Aus diesen natürlichen Wundern sind im Laufe der Jahre zahlreiche Legenden und mythologische Geschichten entsprungen. Von himmlischen Eingriffen bis hin zu historischen Heilungswundern beleuchten diese zehn erstaunlichen Erzählungen den verzaubernden Reiz des heiligen Wassers von Pamukkale. Wo sich Fakten und Mythologie in den brodelnden Strömen der Zeit vermischen, bietet jede Legende einen einzigartigen Einblick in die historische und kulturelle Bedeutung dieses UNESCO-Weltkulturerbes.

1. Die Tränen der Göttin



Eine alte phrygische Legende besagt, dass die Tränen der Kybele, der Muttergöttin der Fruchtbarkeit und Natur, die makellos weißen Terrassen von Pamukkale erschufen. Ihr Schmerz war so groß, dass sie vierzig Tage und Nächte weinte, nachdem ihr geliebter sterblicher Hirte Attis gestorben war. Ihre heiligen Tränen flossen den Hang hinab und kristallisierten zu den heutigen reinweißen Kalziumformationen. Der Überlieferung nach können Menschen, die in den Thermalwässern baden, die heilende Umarmung der Göttin spüren; das Wasser soll noch immer Spuren ihrer anhaltenden Trauer bergen. Lokalen Legenden zufolge suchen Frauen, die sich Fruchtbarkeit wünschen, diese Quellen bei Vollmond auf, in dem Glauben, Kybeles Segen könne bei der Empfängnis helfen. Generationen lokaler Familien haben die Geschichte lebendig gehalten; viele sagen noch heute, sie könnten die Präsenz der Göttin in der nebligen Morgenluft über den Terraten spüren.
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