2. Der elektrische Telegraf: Kommunikation mit Lichtgeschwindigkeit



Der in den 1830er und 1840er Jahren entwickelte elektrische Telegraf ließ sich von der schnellen Übertragung elektrischer Energie inspirieren, die beim Blitz beobachtet wurde. Diese Erfindung revolutionierte die Fernkommunikation, verkleinerte die Welt drastisch und leitete eine neue Ära der globalen Vernetzung ein. Samuel Morse entwickelte zusammen mit anderen Ingenieuren eine Methode zur Übertragung codierter Nachrichten über weite Strecken mittels elektrischer Impulse durch Drähte.
Die gesellschaftliche Wirkung des Telegrafen war tiefgreifend und allumfassend. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte konnten Informationen schneller reisen als die physische Fortbewegung. Nachrichten, persönliche Mitteilungen und geschäftliche Korrespondenz, deren Übermittlung zuvor Wochen oder Monate dauerte, konnten nun nahezu augenblicklich über große Entfernungen gesendet werden. Dieser schnelle Informationsfluss veränderte den Handel, die Diplomatie, die Kriegsführung und die Medien.
Der Telegraf trug auch wesentlich zum Aufbau des Eisenbahnsystems bei, indem er eine bessere Koordination der Zugbewegungen und eine erhöhte Sicherheit ermöglichte. Durch die Echtzeitkommunikation von Preisen und Transaktionen förderte er das Wachstum der Finanzmärkte. Als eine der wichtigsten vom Blitz inspirierten Erfindungen der Menschheitsgeschichte legte der Telegraf das Fundament für spätere Kommunikationstechnologien wie das Telefon und schließlich das Internet.
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Über den Autor

FrostWeber Debugging des Denkens – danach Veröffentlichung.

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