1. Trägheitsnavigationssystem (INS)

Das Trägheitsnavigationssystem markierte den ersten bedeutenden Fortschritt in der autonomen Raketenlenkung. Dieses System berechnet kontinuierlich die Position, Geschwindigkeit und Ausrichtung einer Rakete unter Verwendung von Beschleunigungsmessern und Gyroskopen, ohne auf externe Referenzen angewiesen zu sein. Ursprünglich in den 1950er Jahren entwickelt, gab INS Raketen die Fähigkeit, sich außerhalb der Bodenkontrolle zu bewegen, was ihre Zuverlässigkeit im Kampf erheblich erhöhte. Der Hauptvorteil des Systems ist seine Störfestigkeit, da es nicht auf externe Signale angewiesen ist. Moderne INS-Systeme integrieren ausgeklügelte Algorithmen, die Erdrotation und Gravitationsänderungen ausgleichen und so eine Genauigkeit im Meterbereich über Tausende von Kilometern erreichen.
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